Presse

Pressestimmen zu Feinkost Decker „Second Crack“ (GDM 06/ 2013):

Ruhe! Zurücklehnen! Aufmerksamkeit, bitte! Sven Decker und Katrin Scherer kreuzen die Hörner, der eine mit Tenorsaxofon, Klarinette und Bassklarinette, die andere mit Alt- und Baritonsaxofon, Flöte und Melodica. Das tun sie immer mal wieder, mit dem Trio Ohne 4 gespielt drei oder dem Sextett The Bliss, doch mit Feinkost Decker ziehen die beiden eine Quersumme ihrer Musik: Feinkost, wie der Name schon sagt, ein Paket von hochkomprimierten klanglichen Pretiosen. Mal ist es das Miteinander in den zweistimmigen Sätzen, mal der scharfe Kontrast, mal die schiere Kraft des Ausdrucks oder der verschmitzte Humor der Struktur, mal die beiden Bläser und dann wieder die farbenreiche Basis, die Christoph Hillmann am Schlagzeug und einer afrikanischen Tontrommel und der Kontrabassist Stefan Scheib legen: „Second Crack“, das neue Album des Quartetts, strotzt vor musikalischer Fantasie, überraschenden Wendungen und feinsinnigen Nuancen. Zuhören! Genießen!“
(Stefan Hentz, Jazz thing April/ Mai 2013)

Zusammen mit seiner musikalischen Dauerpartnerin Katrin Scherer ist der Kölner Saxofonist Sven Decker in den letzten Jahren vor allem durch das kantige Trio Ohne 4 gespielt 3 bekannt geworden. Sein Quartett Feinkost Decker kommt allein schon durch die Besetzung mit dem Bassisten Stefan Scheib ein wenig konventioneller daher. Vierter Mann ist der Schlagzeuger Christoph Hillmann, der hierzulande zu den großartigsten Vertretern seiner Zunft zählt. Er lässt aus seinem Set einen permanenten Fluss entstehen, der die komplexe Musik gleichzeitig erdet und vorantreibt. Die aus Ostafrika stammende Udu-Trommel integriert er umstandslos in sein Spiel.

An diversen Saxofonen und Klarinetten reiben sich Decker und Scherer unablässig aneinander, lassen harte Swing-Attacken im Raum stehen, ranken sich wie im Titelstück aneinander empor oder betreiben mit viel Witz lebendige Klangforschung. Ab und an flicht Katrin Scherer an der Melodica geisterhafte Zwischenwelten ins Material ein. Die neun Kompositionen stammen allesamt aus der Feder von Sven Decker, und sie stecken voller unerwarteter Wendungen und fintenreicher Dialoge. Herzstück des Albums ist das zehnminütige »Flash Point«, bei dem es trotz gewagter Intervallsprünge und herzerfrischender Improvisationsfreude zwischendurch überraschend entspannt zugeht. Der Abwechslungsreichtum in Instrumentierung und im Zusammenspiel der Akteure ist auf dem ganzen Album so groß, dass man ein Harmonie-Instrument nie vermisst. Vom tiefen Donnergrollen des Baritonsaxofons bis zu federleichten Flöten- und Klarinettentönen reicht die Palette und macht den Besuch von Feinkost Decker zu einem Erlebnis.

(Rolf Thomas, Jazzthetik März/ April 2013), 4 Sterne

… von solcher (intelligenter Improvised Music) ist auch Sven Decker inspiriert, dessen Quartett Feinkost Decker auf der CD „Second Crack“ (GDM06, www.greendeermusic.de) luzide Soundscapes zeichnet, denen das Wechselspiel zweier Holzbläser, offene Strukturen, Christoph Hillmanns filigrane Rhythmen und ausgedehnte Soli eine faszinierende Ausdruckstiefe geben- Feinkost in Bio- Qualität!…“ (Sven Thielmann, hifi& records 2/ 2013)

Wer Delikatessen mag, ist bei Feinkost Decker bestens aufgehoben.                      Das Kölner Fachgeschäft für geschmackvolle Soundkreationen und für besonders ausgewählte Gaumenfreuden für das Ohr. Am Hauptherd steht der Saxophonist Sven Decker, dem die Beiköche Katrin Scherer, Stefan Scheib und Christoph Hillmann nicht den Brei verderben sondern mit eigenen Kreationen gut Schmeckendes aus der Küche schaffen. Das Quartett strebt einen „kollektiven Bandsound“ an, wie es Sven Decker im Booklet formuliert.                                      Dem kann man zustimmen, denn hier kocht selbst der Chef auf gemeinsamer Flamme. Will heißen, dass Sven Decker zwar alles komponiert, aber längst nicht alles nach seiner Facon ausgerichtet hat. Er selbst findet akkurate Töne auf der Bassklarinette, die Katrin Scherer insbesondere auf dem Baritonsaxophon kontert, während die Rhythmsection mit Bassist Stefan Scheib und Drummer Christoph Hillmann einen wirklich gleich bleibenden und gleich treibenden Grundton serviert.                                                                                                                 Second Crack“ ist nicht nur das Nachfolgealbum des unbetitelten Debüts von 2007, es markiert auf den zweiten Schlag berührendes Tonmaterial, das Christoph Hillmann auf der ostafrikanischen Udu- Trommel in exotisches Fahrwasser transportiert.                                                                                              Trotzdem: die Musik von Feinkost Decker bleibt eine westliche Musik, körnig, locker, wohlschmeckend.“                                                                                                    Klaus Hübner  (Jazzpodium März 2013)

Im Verein mit Katrin Scherer (Saxofon), Stefan Scheib (Kontrabass) und Christoph Hillmann (Schlagzeug) kreiert Saxophonist Sven Decker Feinkost für Gourmets eines zeitgemäß progressiven Jazz.
Vor allem besticht, mit welch leichter Hand und Übersicht hier die unterschiedlichsten, mal auskomponierten, mal improvisierten Zutaten von feinen kammermusikalischen bis hin zu deftigen Aromen zu einem pikanten Menü verbunden werden. Bei aller Kunstfertigkeit und experimenteller Würze ist sinnenfreudiger Hörgenuss garantiert.“ uhr (Saarbrücker Zeitung), 4 Sterne

 

 

Feinkost Decker (GDM 01/ 2007)

in  Jazzthing 09/2007 Martin Laurentius

Rund um den Jazzstudiengang an der Folkwang Hochschule für Musik in Essen hat sich eine junge Szene gebildet, die in den letzten Jahren mehr und mehr ins Rampenlicht rückt. Ein wichtiger Protagonist dieser neuen Jazz-Community im Ruhrgebiet ist der junge Saxofonist, Klarinettist und Komponist Sven Decker. Zusammen mit seiner Kollegin Katrin Scherer hat er gerade den Weg in die „Selbstständigkeit“ gewagt – und mit GREEN DEER MUSIC ein eigenes Label gegründet.
Weil dieses Label ausschließlich eine Plattform für die eigenen musikalischen Arbeiten sein soll, ist als erste Veröffentlichung die gleichnamige CD seines Bandprojektes Feinkost Decker erschienen, dessen neun Stücke live im TIV Mitte Februar 2007 in Saarbrücken aufgenommen wurden. Mit ihrer frischen und vitalen Improvisationsmusik überspringen Decker und Scherer im Quartett mit Stefan Scheib (Bass) und Jochen Krämer (Drums) frech und neugierig, risikobereit und wagemutig Grenzen und offenbaren ein großes Potenzial an herausragendem Musikantentum. Das hat Klasse und lässt vor allem eins nicht vermissen: Spielwitz (GREEN DEER MUSIC/phonector)

CD- Besprechung Feinkost Decker (GREEN DEER MUSIC/ GDM 01) im JazzPodium 07/08 2007 von Thomas Volkmann

,, No pain for cakes‘‘ hieß 1991 ein Stück der Lounge Lizards. Prägend für deren Sound waren die Wechselspiele der beiden Saxophonisten John Lurie und Michael Blake. Als deren Erben auf deutschem Boden könnte man heute die Formation ,, Feinkost Decker ‘‘ bezeichnen, die ihrem Bandnamen entsprechend- und dies sei als vielleicht etwas seltsame Herleitung erlaubt- ja auch alles andere wollten, als Qualen durch Kuchengenuss zu erzeugen. Ihr, gerne kammermusikalischen Konventionen, gehorchender Sound jedenfalls ist wie einst bei den Lounge Lizards lyrisch, erfrischend, progressiv, gerne mal auch schrägtönend und gerne an der Schwelle zu Rock und freier Improvisation (Zappa un Zorn lassen grüßen!)
Einen großen Unterschied allerdings gibt es zu den Lizards: die Feinkost- Musikanten kommen bei ihrem im Februar in Saarbrücken live mitgeschnittenen Debüt ohne Trompete, Gitarre, Cello und Vibraphon aus, zimmern ihre assoziationsreich auf Titel wie ,, Trillerpfeife‘‘, ,, Pankreas Punk‘‘, ,,Waldgeister‘‘, oder ,, Suppenkasper‘‘ hörenden Kompositionen allein mit Holzbläsern (Sven Decker und Katrin Scherer), Kontrabass (Stefan Scheib) und Schlagzeug (Jochen Krämer) zusammen. In der Abstimmung ihrer Zutaten erweisen sich die Jazz- Verkoster aus Essen (sic!) als gleichberechtigte Könner eines zeitgemäßen Jazz!

CD- Besprechung Feinkost Decker (GREEN DEER MUSIC/ GDM 01) im coolibri (August 07)

Feinkost ist nicht jedermanns Sache- einen eingefleischten Pommesfan wird man kaum von der Köstlichkeit französischer Schnecken überzeugen können. Ganz ähnlich verhält es sich mit der Musik; so ist der zeitgenössische Jazz von Feinkost Decker wohl nichts für Bravo- Hits- Sammler. Aber Freunde der anspruchsvollen und handgemachten Jazzmusik dürfte der Essener Sven Decker mit seinem Quartett ansprechen: progressiv, bisweilen in den Freejazz abdriftend, schwankt die selbst betitelte Debüt- CD zwischen kammermusikalischer Komposition und “eruptiven Improvisationen“. Die Stücke erzählen Geschichten und laden zum Abschalten und Lauschen ein. Feiner Jazz für Kenner!

Pressestimme (Auszug aus der SZ vom 17. Februar 2007 von Stefan Uhrmacher)

Ein herausragender Abend „Feinkost“ bei den ini art Konzerten im TiV Eine Legion hochwertiger Mikrofone auf der kleinen Bühne des gut besuchten Theaters im Viertel (TiV) signalisierte: Hier wurden am Donnerstag Aufnahmen für eine CD gemacht. In die Konserve wanderte der Auftritt der Band Feinkost“ im Rahmen der ini art Konzerte…. …..Die Bläserfront des Vierers aus Saxofonen und Klarinetten bilden die beiden jungen Folkwang Absolventen Katrin Scherer und Sven Decker. Sie stammen ebenfalls aus dem Saarland und zeichnen für die Feinkost“ Kompositionen verantwortlich. Und die sind durchweg hochkarätig. Dabei verrieten drückende gemeinsame Saxofon Riffs, knifflig zerrissene Figurationen, spannungsreiche Intervallführungen und pfiffig ineinander greifende Linien nicht nur Ideenreichtum und satztechnisches Know how – sie wurden hier darüber hinaus auch noch erfreulich punktgenau realisiert, in teils beinahe traumwandlerischem Miteinander. So wuchs auf der Grundlage des vitalen und variantenreichen Rhythmusfundaments von Scheib und Krämer eine höchst energetische Musik. Ehrensache, dass vor eingeschalteten Mikrofonen jeder auch bei den Soli sein Allerbestes gab. Also durfte ini art einen herausragenden Abend verbuchen. Begeisterter Applaus. (uhr)

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